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Mitgliederversammlung im Februar: Einblick in die Pflege

Am 13. Februar fand die Mitgliederversammlung des SoVD-Kreisverbandes Schwerin statt. Die Vorsitzende Andrea Preuß-Borowsky begrüßte zahlreiche Gäste zu einem informativen Nachmittag, der sich ganz dem Thema „Pflege“ widmete.

Vorsitzende Andrea Preuß-Borowsky mit Referentin Weltzien.
Die Vorsitzende Andrea Preuß-Borowsky (li.) mit der Referentin Weltzien.

Die Referentin des Tages, Frau Weltzien, Sozialberaterin des Pflegestützpunktes Schwerin, gab wertvolle Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und Möglichkeiten im Pflegebereich. Ein zentrales Anliegen der Versammlung war es, die anwesenden Mitglieder und Gäste über die verschiedenen Facetten der Pflege zu informieren und auf die oft unzureichenden Informationsangebote hinzuweisen.

Ein wichtiger Punkt, der zur Diskussion stand, war die Anmeldung für einen Platz im Pflegeheim. Frau Weltzien erklärte, dass es ratsam sei, sich frühzeitig, meist mehrere Monate im Voraus, um einen Platz in der Einrichtung der Wahl zu kümmern. Die Nachfrage sei hoch, was eine frühzeitige Planung unerlässlich mache.

In Bezug auf Pflegebedürftigkeit und die verfügbaren Hilfsangebote wies sie darauf hin, dass es zahlreiche Informationsquellen gibt, darunter die Websites der Pflegekassen, lokale Beratungsstellen sowie der Pflegestützpunkt selbst. Diese Einrichtungen bieten umfassende Unterstützung und Informationen für Betroffene und deren Angehörige.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Kostenübernahme durch die Pflegekasse für Hilfsmittel wie E-Mobil und Sauerstoffgeräte. Hierbei stellte sich heraus, dass die Pflegekasse in der Regel die Anschaffungskosten übernimmt. Voraussetzung ist immer ein vorheriger Antrag bei der Pflegekasse.

Die Frage der finanziellen Unterstützung bei Behinderungen kam ebenfalls zur Sprache. Frau Weltzien erläuterte, dass es verschiedene finanzielle Hilfen gibt, die je nach individuellem Bedarf und Grad der Behinderung beantragt werden können. Die Anwesenden waren sich einig, dass die Pflege zukünftig eine große Herausforderung darstellen wird und die Frage aufgeworfen wurde, ob sie noch bezahlbar sein wird.

Ein zukunftsweisendes Thema war die Rolle der häuslichen Pflege. Es wurde betont, dass diese Form der Pflege in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird, da viele Menschen es bevorzugen, in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben.

Die Anerkennung von Pflegeleistungen wurde ebenfalls diskutiert. Es wurde angeregt, dass es mehr Formen der Anerkennung für pflegende Angehörige geben sollte, um deren wichtige Arbeit sichtbar zu machen.

Ein zentrales Anliegen der Versammlung war der Aufruf zur stärkeren Beteiligung des Staates bei den Investitionskosten für Pflegebedürftige. Die Anwesenden waren sich einig, dass die Informationen für Pflegebedürftige und deren Angehörige oft unzureichend sind.

Ein weiteres Thema war die Herausforderung, Pflegebedürftige zur Annahme von Hilfe zu bewegen. Praktische Tipps wurden ausgetauscht.

Die Aufgaben der Pflegekassen und -berater wurden ebenfalls erläutert: Von der Umzugshilfe für Pflegebedürftige bis hin zur Unterstützung bei der Beantragung von Hilfsmitteln und Pflegegraden. Zudem wurde darüber informiert, wie man einen Behindertenparkplatz beantragen kann und welche Hilfe es bei Widersprüchen gibt.

Zuletzt wurden Begriffe wie Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege erklärt.

Die Veranstaltung bot eine wertvolle Plattform für Austausch und Information und verdeutlichte die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Dialogs über die Herausforderungen und Lösungen im Bereich der Pflege.

Frau Preuß-Borowsky ermutigte die Anwesenden, ihre ihnen zustehenden Leistungen aktiv anzumelden. Sie betonte, wie bedeutend die Mitgliedschaft im Sozialverband ist und welche Vorteile und Mehrwerte die Mitglieder daraus ziehen können. Diese Informationen sind wichtig, um das Bewusstsein für die Unterstützungsmöglichkeiten zu schärfen und die Mitglieder zu motivieren, ihre Rechte wahrzunehmen.

Die Vorsitzende hatte die Gründung ihrer neuen Selbsthilfegruppe für "Pflegende Angehörige" angekündigt, die am 17. Februar ins Leben gerufen wurde. Die Gruppe trifft sich jeden dritten Montag im Monat von 9.30 bis 11.00 Uhr in der KISS.

Zusätzlich informierte die Vorsitzende über ein kürzlich stattgefundenes Treffen mit dem VdK, bei dem die Themen Veranstaltungen und Reisen besprochen wurden. Die neue Verantwortliche, Frau Seemann, stellte sich vor und zeigte großes Interesse an einer engen Zusammenarbeit mit der Vorsitzenden.

Des Weiteren wurde berichtet, dass Annegret Bemmann am 22. Januar  zur Vorsitzenden des Schweriner Seniorenbeirats gewählt wurde.

Am 24. Januar präsentierte Frau Preuß-Borowsky auf der AG Altenarbeit das Projekt "Organisationsentwicklung im Verein".

Andrea Preuß-Borowsky